Presse

(…) Federnde Leichtigkeit und technische Gewandtheit (…) minutiösausgearbeitete Phrasierungskunst und kristallklare Intonation. Enorme Intensitätsprach aus der kompositionstechnisch wie interpretatorisch hochkonzentriertenWiedergabe von Bartóks Streichquartett Nr. 3. Energie und Verve bestimmtendie Wiedergabe von Smetanas Streichquartett Nr. 1 e-Moll „Aus meinem Leben“.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die aufgewühlten Gefühle, das wiederholte Aufflammen von Leidenschaft arbeite 
das Hába-Quartett mit herausragender Intensität heraus: Die beeindruckende 
Vielfalt klanglicher Ideen, die folkloristischen Melodien und ebenso die 
romantisch-expressiven Passagen ließen das Zuhören zu einem Erlebnis 
werden, bei dem kein routinierten Abspielen einstudierter Notenfolgen zu 
vernehmen war, sondern perfekter Intonation gepaart mit hoher Einfühlung in 
das ungewöhnliche Werk (Leoš Janáčeck, Streichquartett Nr. 2, „Intime Briefe“).

Gießener Anzeiger

Die vier vorzüglichen Ensemblemitglieder erwiesen sich als wahre Meister des
subtilen Tons, versiert in allen spieltechnischen Belangen der zeitgenössischen
Musik, sei es für die silbrigzerbrechlichen Klanggespinste des Mexikaners
(Carrillo), sei es für die vitale, innige Sprache des Tschechen (Hába). (...)
Ein lebhaftes, geistreich-witziges Vierergespräch (Grandjean), das vom
Hába-Quartett mit nobler Musikalität und unendlich verfeinerten Nuancen
dargeboten wurde.

Neue Ruhrzeitung

Wieder ist ein gewichtiges anregendes Programm entstanden, dem das
ausgezeichnete Hába-Quartett das eindringliche Profil gibt.

Berliner Tagesspiegel

Das Ensemble stellte bei diesen Kompositionen (Mozart, Liszt, Reger, Hába)
ihre dynamischen Qualitäten mit feinsten Nuancierungen unter Beweis und
musizierte sehr homogen.

Thüringer Anzeiger

Ein Konzert in der Weisenauer Synagoge, in dem das Frankfurter Hába-Quartett
mit intelligentem und variablem Ensemblespiel Werke für Streichquartett
vorstellte, machte die kompositorischen Fähigkeiten der drei Tonsetzer (Sekles,
Haas, Krása) deutlich.

Mainzer Allgemeine Zeitung

Raum und Zeit scheinen in diesem Mikrogeflecht in ein dynamisch aufgeladenes
Kontinuum zu zerfließen. In den minimalsten Veränderungen liegt bereits die
größte Spannung, zu der nicht zuletzt die großartige Interpretation des
Frankfurter Hába-Quartetts beitrug.

Der Standard

Das Publikum freute sich an der beschwingten Musik der Streicher, ihrem
gehauchten Pianissimo, ihrem energischen Forte, ihrem fantastisch aufeinander
abgestimmten Spiel.

Taunus Zeitung Presse


Logo Hába Quartett

CD-Rezension

Hába Quartett CD Vorderseite

Hába Quartett CD Rückseite

Was an dieser Platte von Beginn an begeistert, sind die Interpreten. Das Hába
Quartett musiziert die beiden Meisterwerke mit einer solchen Innigkeit und
Leidenschaft, mit einer derartigen Frische und Besessenheit, als ginge es um
eigene Herzensergießungen und Lebensläufe.
Freilich: Diese klingenden Autobiografien bieten ihnen ideale Spielräume. Der
Böhme und der Mähre, das Leben und die Liebe, Nostalgie und Träumerei -
vieles schwingt in und zwischen diesen Quartetten mit...
Ein halbes Jahrhundert trennt die Werke voneinander. Bedrich Smetanas
1. Streichquartett "Aus meinem Leben" (1876) trug, obwohl zunächst als
unspielbar geltend, zur Berühmtheit des Komponisten bei.
Eine Musik, getrieben von jugendlichem Überschwang und hoffnungsvollem
Elan, reich an lyrischen Szenen, mit einer schwungvollen Polka als zweitem
und einem schwärmerischen Liebesgesang als drittem Satz und einem
dramatischen Finale...
Kommt da ein ganzes Lebensschicksal in klassischer Form und Vollendung
zum Vorschein, so thematisiert das 2. Streichquartett (1928) "Intime Briefe"
von Leoš Janáček allein die Beziehung zu Kamila Stösslová, seiner
"Kamila-Muse". Diese "Intimen Briefe" offenbaren aber eher konfliktreiche
Empfindungen und ewige Sehnsucht nach Erfüllung. Was die Realität dem
Komponisten nicht gewähren wollte, schlägt sich in seinen Tönen nieder.
Aufruhr wechselt mit Zärtlichkeit, Ekstasen münden in ätherische
Klangräume, Dissonanzen schärfen den Schmerz und tragen zur
Modernität der Musik bei. Konfliktreich und obsessiv scheint diese
Zweisamkeit, von der die Briefe künden und die sie beschwören wollen.
So tut sich den Interpreten bei Smetana wie bei Janáček ein Kosmos
existenzieller Gefühle, musikalischer Ausdrucksbereiche und
spieltechnischer Finessen auf. Und das Hába Quartett, dessen Wurzeln
1946 in Prag lagen und das heute von Frankfurt am Main aus die
Konzertsäle der Welt bereist, schreitet ihn in dieser brillanten
Neuaufnahme souverän und atemberaubend aus. Das Spiel von Sha
Katsouris, Hovhannes Mokatsian, Peter Zelienka und Arnold Ilg besticht
durch klare Konturen, sensible Färbungen und ein untrügliches Gespür
für die Eigenarten und Reichtümer dieser klein besetzten und groß
ambitionierten Tondichtungen. Mitreißend!

Eberhard Kneipel, Das Orchester, 3/2010

Westliche Kammermusik in China

Sars

(...) In seinen vier Konzerten spielte das Haba Quartett u.a. im großen Saal des
Yifu International Conference Center in Peking Werke von Mozart, Hába,
Beethoven, Brahms, Schubert, Smetana sowie Janacek und wurde vom
Publikum enthusiastisch gefeiert. Der vierte Auftritt des Quartetts, der im Hubei
Theatern Wuhan stattfand, lag zeitlich gesehen am letzten Abend vor dem von
der chinesischen Regierung erlassenen SARS - bedingten
Veranstaltungsverbot - gekommen waren selbst unter diesen Vorzeichen noch
700 Zuhörer. Die Rückreise mit dem Nachtzug zum Flughafen in Peking fand
bereits mit Mundschutz statt; am Flughafen selbst sonderte ein Infrarotgerät die
Passagiere heraus, die Uhren Flug mit erhöhter Temperatur antreten wollten. (...)

DAS ORCHESTER 10/03

Benefiz mit Karlheinz Böhm

In diesem Zusammenhang entstand 2005 eine CD
"Karlheinz Böhm liest LENZ von Georg Büchner"
mit Musik aus Streichquartetten von Alban Berg, Joseph Haydn und
Robert Schumann, gespielt vom Hába Quartett

 

CD Karlheinz Böhm Vorderseite

CD Karlheinz Böhm Rückseite

Liebe Freunde,
"Alle Töne kommen aus dem Herzen", mit diesen Worten des großen Konfuzius
möchte ich Sie heute ganz herzlich zum Kammerkonzert "4 mal Vier" des Hába
Quartetts begrüßen. Seit je her haben die Menschen in der Musik eine
Ausdrucksform, die ihnen nicht nur hilft, Gefühle zu äußern, auszutauschen
und miteinander zu kommunizieren, sondern auch dazu dient, eine Botschaft zu
übermitteln. Daran hat sich auch in unserer modernen Welt nichts geändert, in
der die Musik zudem von kultureller Vielschichtigkeit geprägt ist.

Ich freue mich sehr, dass das Haba Quartett wiederum die Arbeit der von mir
gegründeten Hilfsorganisation Menschen für Menschen in Äthiopien unterstützt,
die mir in den beiden letzten Jahrzehnten zur Lebensaufgabe geworden ist und
die damit eine weitere und wichtige Unterstützung erfährt, die uns hilft, Not und
Elend in unseren Projekten zu lindern und den Menschen zu einem
menschenwürdigen Dasein zu verhelfen.

Ich wünsche mir, dass die Musik heute "viele Herzen sprechen lässt" und danke
den Künstlern und Veranstaltern, insbesondere der Pfarrei St. Johann, bei der
wir zu Gast sein dürfen, und Ihnen allen für Ihr Engagement und Ihre Teilnahme.
Ich bin sicher, dass es ein wunderschöner Abend wird.

Mit sehr herzlichen Grüßen, auch im Namen der Menschen in Äthiopien

Ihr Karlheinz Böhm

Grußwort von Karlheinz Böhm zum Kammerkonzert 2003